Zahnarztpraxis Juric Gaggenau | Zahnärztin Danijela Juric-Kacunic dr. med. dent. aus Gaggenau | Parodontose
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Parodontose

Volkskrankheit mit schwerwiegenden Folgen

Sie ist für den Laien kaum sichtbar und verbreitet ihr gesundheitsschädliches Tun beinahe im Verborgenen – die Parodontose ist mittlerweile zu einer Volkskrankheit geworden, an der mittlerweile mehr als 40 % aller Deutschen leiden, die meisten davon, ohne es zu wissen oder zu „spüren“.

 

Was ist Parodontose und wie macht sie sich bemerkbar?

Parodontitis ist eine Entzündung des Gewebes rund um den Zahn, was zu Zahnfleischschwund und Zahnausfall führen kann. Tatsächlich verlieren mehr Menschen ihre Zähne durch Parodontose, wie die Parodontitis im Volksmund genannt wird, als durch die seit Generationen bekannte und gefürchtete Karies. Die Ursache dieser Entzündung sind Bakterien, die sich zuerst an den Zahnoberflächen festsetzen. Leistet das menschliche Immunsystem den Eindringlingen keinen Widerstand, dringen die Bakterien unter das Zahnfleisch vor, das mit Entzündungen reagiert. Schmerzhafte Schwellungen und Zahnfleischbluten sind die Folgen.

 

Wird die Gingivitis, also Zahnfleischentzündung, nicht behandelt, kann der Bakterienbefall des Zahns weiter nach oben wandern und sich auf dem Zahnbett ausbreiten. Ab diesem Zeitpunkt spricht man von Parodontitis. Solange den Erregern kein Einhalt geboten wird, kann sich die Entzündung auf die Zahnwurzeln, das Zahnhaltegewebe und sogar auf den Kieferknochen ausbreiten, was im schlimmsten Fall zum Verlust des Zahns führen kann.

 

Ein weiterer günstiger Nährboden für Parodontitis kann ein geschwächtes Immunsystem sein, das durch Dauerstress, Rauchen und ungesunde Lebensweise nicht mehr in der Lage ist, die Bakterienflut abzuwehren.

 

Und woran erkennen Sie nun, dass zumindest der Verdacht auf Parodontitis besteht? Denn im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit sind die Symptome unverkennbar: ständiges Zahnfleischbluten, zurückgehendes Zahnfleisch und lockere Zähne sind deutliche Hinweise auf diese Infektion. Dagegen müssen Sie im Anfangsstadium schon etwas genauer hinschauen und auf gewisse Anzeichen wie hin und wieder auftretendes Zahnfleischbluten, Mundgeruch sowie auf Kälte und Wärme empfindlich gewordene Zähne achten. Gehen Sie schon beim geringsten Verdacht auf Parodontose zum Zahnarzt, der die im Keim beginnende Krankheit mit einigen Tests nachweisen und sofort behandeln kann.

 

Welche Folgen kann Parodontitis haben?

Wie so oft bei Entzündungen können die Auswirkungen weit über den eigentlichen Krankheitsherd hinausgehen. Die direkten Folgen sind erkennbarer Zahnfleischschwund, der in letzter Konsequenz zum Zahnausfall führen kann. Forschungen haben jedoch ergeben, dass auch Gefäßkrankheiten wie Schlaganfall und Herzinfarkt bei Parodontosepatienten vermehrt auftreten. Auch Erkrankungen der Atemwege und Probleme bei Schwangerschaften wie beispielsweise Frühgeburten können von Parodontitis verursacht werden. Eine chronische Entzündung schwächt generell den gesamten Körper, so dass eine Zahnbettentzündung durchaus den „Grundstock“ für weitere schwerwiegende Erkrankungen legen kann.

 

Wie kann eine Zahnbettentzündung erfolgreich behandelt werden?

Sobald eine Parodontitis diagnostiziert wurde, beginnt der Arzt mit der Beseitigung der Bakterien, die diese Entzündung ausgelöst haben. Der sogenannte Biofilm, in dem die Parodontose-Bakterien enthalten sind, wird von den Zähnen entfernt. Bei dieser „Tiefenreinigung“ geht der Arzt bis weit unter das Zahnfleisch und reinigt die befallenen Zähne bis zu den Wurzeln, die anschließend noch geglättet und poliert werden, damit künftige Bakterien sich auf der glatten Oberfläche schwerer ansiedeln können. Da eine Wurzelreinigung sehr intensiv ist, wird sie unter örtlicher Betäubung durchgeführt, um den Patienten eine erträgliche Behandlungsatmosphäre zu gewährleisten.

 

Kann man Parodontitis vorbeugen?

Nachdem die Parodontitis behandelt wurde und Gewebe und Zahnfleisch abgeheilt sind, liegt es nun an Ihnen, durch entsprechende Prophylaxe eine erneute Entzündung zu verhindern. Der beste Schutz vor dieser Krankheit ist ein starkes und leistungsfähiges Immunsystem, das die Bakterien wirkungsvoll bekämpft, bevor sie die Zähne angreifen können.

 

Eine konsequente Mundhygiene und regelmäße Nachsorge beim Zahnarzt tragen ebenfalls maßgeblich zum Erhalt Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleischs bei. Und wenn Sie dann noch unnötigen Stress vermeiden, sich gut ernähren und ein gesundes Leben führen, werden die Parodontose-Bakterien keine Chance haben, sich bei Ihnen festzusetzen.